Untauglich für Landungen

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    Grundsätzlich heißt es in sämtlichen Quellen, die ich kenne, immer so langsam wie möglich aufesetzen und das bedeutet idealerweise bei Ströhmungsabriss.

    Quelle ( entschuldige die dumme Frage, ich kenne eine solche nicht)?

    Vielleicht schaut man mal hin und wieder in das dazu gehörige Luftfahrthandbuch der Maschine. Das lässt sich auch im Sim nicht vermeiden.Denn so einfach kann man das nicht sagen. Wenn das Flugzeug exakt modelliert ist, stimmt das auch im Sim. Natürlich langsam landen. Aber die Geschwindigkeiten, die geflogen werden dürfen, sind u.a. abhängig von Klappenstellung und Beladung nebst Anzahl der Passagiere, sowie Wetter ( auch der Stall) . Jedes Flugzeug egal ob klein oder groß hat im Handbuch ausgewiesene Geschwindigkeiten die NIE unterschritten werden dürfen und die liegen generell über den Stall.

    Bei Strömungsabriss wird also definitiv nicht gelandet und schon gar nicht ideal.


    Wenn es im Sim zum Flieger kein gescheites Handbuch gibt, dann findet man die alle ziemlich schnell im Netz. Man sollte das mal ausprobieren und wird zu erstaunlichen Feststellungen kommen, in jedem Sim.


    Ich mache es heute noch so, dass ich mir bei jedem neuen Flieger erst mal die Tabellen schnappe und ne Platzrunde fliege. Danach kann ich Dir sagen ob das Teil gut ist oder nicht.

    Das haben früher die Reviewer auch getan, bevor sie einen EyeCandy Flieger zum Hit erklärt haben......

    Zumindest lese ich kaum noch Reviews wo tatsächlich die Flugparameter kontrolliert werden.


    Die Stallwarnung kommt übrigens vor dem Stall, sonst wäre Sie sinnfrei. Meinst Du das eventuell?


    Im Übrigen ersetzt das Internet so manches überhaupt nicht. Ich habe zwei Bücher die immer noch wertvolle Hilfe und inhaltlich nicht Simulator abhängig sind ( also nicht vom Titel täuschen lassen)


    Buch 1


    https://www.amazon.de/Microsof…ts-Training/dp/0764588222


    Leider Englisch


    2. Und das beste Buch was die Basics jemals behandelt hat in Deutsch, war von Werner Leinhos und hieß "Flightsimulator 98" .

    Bekommt man derzeit für 0.91 €. Ich habe noch die Ausgabe 1997 wo Leinhos alleine Autor war. Darin geht es zu 5% um MS, dafür aber zu 95 % ums Fliegen und alle Zusammenhänge, sowie Nachmachen.


    https://www.amazon.de/MS-Fligh…ner-Leinhos/dp/3815816068

  • Das stimmt alles Rainer, widerspricht aber nicht dem schon gesagten. Beladung, Klappenstellung, Wind, Landebahn-Zustand etc. haben Einfluss auf die Geschwindigkeit und die entsprechenden Werte. Und natürlich will man so langsam aufsetzen, wie es die jeweilige Situation erlaubt.


    Für A2A kann ich bestätigen, dass alle Parameter erfolgen und mit den realen Handbüchern verglichen werden. Dann wird solange daran gefeilt bis es passt.

    Ich fliege als GA nur noch Flugzeuge, bei denen das auch so ist oder zumindest nahe an den realen Werten, sonst macht es keinen Spaß.

  • Bei Ströhmungsabriss wird idealerweise aufgesetzt.

    Bei Strömumgsabriss sollte man idealer Weise schon aufgesetzt haben, sonst Kartoffelsack Aber jeder darf das machen wie er will.

  • Ich darf mich ja auch zu den Real-Piloten zählen und war zudem Fluglehrer. Es wird bei entsprechend passenden Umständen, wie schon erläutert, angestrebt, dass unmittelbar vor dem Aufsetzen die Stall-Warning piept. Nicht in 5 Meter Höhe sondern vielleicht in 10 cm Höhe.

    Aber wenn man für die Auslösung dieser Warnung noch 5 Knoten zu schnell ist, ist das besser, als ein harter Aufschlag.

    Ist das eine Formulierung, mit der jeder Leben kann?

  • Klar bin ich da zufrieden. Aber Du weiß auch ganz genau, wann bei welcher Klappenstellung und welcher Beladung bei Deinem Flugzeugtyp der Punkt ist.

    Im FS muss man sich das erst bei jedem Flugzeug erfliegen, wenn es nicht gerade so wie bei A2A ist und die Werte ziemlich genau stimmen.

    In Natura , ich hatte hier schon Gelegenheit öfter mal mit einem Fluglehrer mit der Katana mitzufliegen, sieht man das ja auch gut , während 10cm im FS eher nicht abschätzbar sind.

    Ich handhabe es deswegen so, wie Du schreibst und bin 5-7 Knoten über den Handbuchwerten.

    Da ich fast immer mit real Wetter fliege, spielen ja auch oft noch andere Bedingungen mit


    Ich staune halt nur immer wieder, mit welcher Leichtigkeit man sich 30 Flieger in den Hangar stellt, einsteigt und losfliegt und zwar völlig unabhängig vom Sim. Handbücher scheinen genauso selten gelesen zu werden wie bei Szenerien, obwohl sie beim Flugzeug wirklich Sinn machen.

    Ich durfte schon real ran und hatte ehrlich gesagt einen nassen A*** hinterher, obwohl ich nur oben was machen durfte und nicht etwa die Landung.

    Hier treffe ich jedoch nur auf perfekte "Piloten", die wohl alles können und oft auf mit echter Überzeugung glauben, mann könnte mit FS Kenntnissen einfach mal einsteigen und auch real fliegen. Das bezweifle ich stark.

  • Da stimme ich Dir zu! Aber es gibt eben Flugzeuge, die nur schön aussehen und es gibt Sim-Piloten, die gar nicht „as real as it can get“ fliegen wollen. Da reicht es, irgendwie wieder an den Boden zurück zu kommen.

    Aber wenn schon mal nach den echten Verfahren gefragt wird, kann man das ja hier gut diskutieren.

  • Hier treffe ich jedoch nur auf perfekte "Piloten", die wohl alles können und oft auf mit echter Überzeugung glauben, mann könnte mit FS Kenntnissen einfach mal einsteigen und auch real fliegen. Das bezweifle ich stark.

    Also... du machst da jetzt aber ein richtiges Staatstheater aus der Sache. Erstens hat hier niemand behauptet, er könne da jetzt real fliegen, weil er's im Sim kann, zweitens kannst du gar nicht wissen, wer hier welche Handbücher gelesen hat und drittens sehe ich das Problem bei der ganzen Sache grad nicht. Niemand widerspricht dir hier grad, wenn man es genau nimmt herrscht doch ziemlicher Konsens, aber du gehst kontra - warum auch immer.

  • Mit Ströhmungsabriss wird also definitiv nicht gelandet und schon gar nicht ideal.

    Wie gesagt, zumindest bei kleineren General Aviation Flugzeugen sieht eine optimale Landung so aus, dass du sie ein paar Decimeter über der Bahn möglichst weit in den Stall ziehst. Dann minimierst du die Gefahr, dass es dich noch einmal raushebt. Ein Stall tritt ohnehin nie auf einen Schlag ein, er "wandert" auf der Tragfläche nach innen...

    Hier treffe ich jedoch nur auf perfekte "Piloten", die wohl alles können und oft auf mit echter Überzeugung glauben, mann könnte mit FS Kenntnissen einfach mal einsteigen und auch real fliegen. Das bezweifle ich stark.

    Also als ich Ende 2017 mit dem realen Fliegen angefangen habe, hatte ich tatsächlich nur reine Sim-Erfahrung. Der Chef des Vereins hat im Eingangsgespräch auch stark angezweifelt, dass mir das irgendwie auch im Geringsten was bringen könnte... Bei der ersten praktischen Flugstunde sah das schon anders aus: Direkt einen Fluglehrer gehabt, der seinen Horizont nicht in den 70ern fest betoniert hat und ich durfte mir direkt anhören, wie sehr man es doch im Positiven merke, dass ich Sim-Erfahrung hab. Dementsprechend stimme ich dir im Grundsatz hier nicht zu, simmershome - ABER: Allen, die denken, sie können fliegen, nur weil sie es schaffen, das FMGC des A320 gut mit Daten zu füttern... Das ist tatsächlich ein großer Trugschluss.


    LG Sascha

  • Naja klar, wenn man im Sim für das reale Fliegen lernt, dann sollte die Simulation natürlich auch weitgehend das reale Verhalten des Fliegers abbilden.

    Wenn man eine Katana fliegt, helfen einem Übungsstunden auf dem Space-Shuttle reichlich wenig. :)


    Und das trotzdem noch viel gelernt werden muss, ist auch klar. Angefangen davon, dass die ganzen Schalter und Hebel sich anders anfühlen als Tastatur oder Gaming-Device, sich erst im realen Flieger so mancher Schalter erst wirklich erschließt und äußerst reale Auswirkung auf das Fliegen hat, und und und.


    Als mein neuer Bürostuhl kam (mein VR-Cockpit) habe ich meine Kunstfliegerin, die das Ding aufgebaut hat, auch einmal in die Bücker mit VR-Brille gesetzt. Erster Kommentar - schon beim Taxeln: Das ist ja krank, man spürt überhaupt nicht die Masse, die man bewegt. Und das geht uns Simulanten dann im echten Flieger genau umgekehrt. Das Popometer ist zum ersten mal richtig "simuliert" und äußerst aktiv.


    Generell zum Erlernen der Landung ist es immer gut Ruhe zu bewahren. Möglichst große Platzrunden zu fliegen (zum Lernen, später sollte man sich an die Charts halten) und nicht zu meinen, jetzt muss ich aber gleich einbiegen. Dabei kleine und ruhige Änderungen an Yoke/Stick/Ruder/Power machen, nicht hektisch werden. Dabei immer wieder den Geschwindigkeitsmesser im Auge behalten (in den Büchern wird der Instrumentescan beschrieben, wie man abwechselnd auf welche Instrumente schauen sollte) und am besten erst einmal abseits des Platzes die Konfigurationen für das kontrollierte Sinken erfliegen. Mal mit dem Variometer ein Sinken von 500, 700 und auch mal 1000 ft/min erfliegen. Damit ist man auch schon ganz gut gerüstet. Ein klein wenig Gas stehen lassen hilft - zumindest mir - auch ganz gut, da ich so recht feinfühlig die Sinkrate mit dem Gas beeinflussen kann. So kann am es dann auch kurz vor dem Aufsetzen ganz herausnehmen.


    Aber deswegen wollte ich gar nicht schreiben. Eigentlich wollte ich eine Bemerkung machen:


    Ein Strömungsabriss kann auch bei hohen Geschwindigkeiten passieren. Wenn ihr eine Kurve immer enger fliegt, dann werdet ihr irgendwann merken, dass der Flieger plötzlich "snapped". Beim normalen Fliegen kommt das kaum vor - außer in Landekonfiguation, wenn man mit Klappen und recht langsamer Geschwindigkeit aber doch noch klar im weißen Bereich auf dem Geschwindigkeitsmesser zu eng ins Final einbiegt.