Untauglich für Landungen

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    Hallo Gemeinde:)


    Bin etwas frustriert, wegen den Landungen, ich habe es in verschiedenen FS probiert, aber:

    1. finde ich den Flughafen nicht mehr oder kriege die kurve zur Landebahn nicht rechtzeitig.

    2. dann fliege ich oft zu hoch an und schieße über die Bahn hinaus.

    schrecklich;(:cursing:X/, wer kann mir da ein paar gute Tipps geben?

    Wäre sehr dankbar darum.


    noch einen schönen Abend

    AMD FX(tm)-8350 Eight-Core, 4000 MHZ, 4 Kerne, 8 logischer Prozessoren

    x64 basierter PC

    AMD Radeon R7 200 Series 1 GB Ram

    Windows 10 Pro (64)

    16 GB Arbeitsspeicher

  • Hallo,

    mit welcher Maschine denn ?

    Und welche Hardware, eine 737 mit Tastatur auf ner 2km Bahn zu landen, ist ca so schwer wie

    mit einem Bagger einen Apfel zu schälen :) .


    Beginne ( am besten mit einem guten Joystick ) mit ner Cessna 172 z.B.

    und mache erst mal eine grosse Platzrunden, wenn diese 5-10 min dauert, ist es ok, so kann man beginnen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Platzrunde


    Immer den Platz in Sicht halten, die Geschwindigkeiten und Klappen beachten.

    Du wirst sehen, so schwer ist das nicht, wenn man sich an Höhe und Fahrt hält.


    Grobe Richtung .. fliege so mit 100 kn ...beim Landeanflug versuche einen guten Winkel mit ca 80 kn ... und halben Klappen.


    Mit ein wenig Gas kann man sich etwas " heranziehen " ... und zum Schluss einen guten Abfangbogen, immer ein wenig mehr ziehen, noch mehr ziehen, noch mehr ... am besten aufsetzen wenn Du bei Minimalfahrt in 5 cm Höhe über der Bahn das "Quietschen" der Überziehwarnung hörst ... ( bei gefühlten 50 kn )

    Keine wilden Kurven oder übersteuern, feeling kriegen, kleine und langsame Richtungsänderungen.


    mfg Jens

  • Hi Higgy

    das sind wertvolle Tipps von dir, werde mich mal mit einer Cessna auf den Weg machen und nach deinen Angaben fliegen.


    danke dir.


    lg Gabriele

    AMD FX(tm)-8350 Eight-Core, 4000 MHZ, 4 Kerne, 8 logischer Prozessoren

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  • Kein Problem,


    haste denn n Joystick (welchen?) und mit welchem Sim und welcher Maschine ? :)

    Im (alten) FSX gabs meine ich auch "Übungs Flugschüler- Szenen " ...oder wie war das ?

  • Um Landungen zu üben, kann ich im FSX die Flugstunde 6 (Landungen) empfehlen.

    Da wird vom Fluglehrer Rod Machado alles nötige für eine Landung erklärt und anschließend geübt.

    Es ist eh sinnvoll, die Flugstunden bis zum ersten Alleinflug abzuarbeiten und eventuell auch zu wiederholen, bis man die virtuelle Privatpiloten Lizens erworben hat.

  • Hallo Higgy

    hatte heute meine erste perfekte Landung mit einer Cessna 172 und ganz nach deinen Anweisungen. War ein super Gefühl.

    Als Joystick habe ich den Saitek X52 Pro und FS habe ich FSX und P3Dv4 .

    Beim P3Dv4 meckert er immer meine hohe Auflösung an und möchte nur 1024x760, sonst schmiert mir das Programm ab.

    Beim FSX habe ich keine Probleme mit der Auflösung.


    Hallo Mike

    danke dir für den Tipp habe es ausprobiert mit den Flugstunden und es hat gut geklappt.


    noch einen schönen 1. Mai


    lg

    Gabriele

    AMD FX(tm)-8350 Eight-Core, 4000 MHZ, 4 Kerne, 8 logischer Prozessoren

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  • Hallo Zipfelchen,

    sagen dr Papi-Leuchten was? Das sind die 4 Lichter, die bei etwas größeren Flugplätzen vorhanden sind. Wenn du im Landeanflug 4 weiße Leuchten siehst , dann bist du viel zu hoch. Wenn du 3 weiße und 1 rotes Licht siehst bist du noch etwas zu hoch. Wenn du 2 rot und zwei weiße siehst, bist du genau richtig von der Höhe. Das gleiche gilt auch andersrum, wenn du zu niedrig bist. Die Geschwindigkeit sollte noch knapp im grünen Bereich liegen und die Klappen sollten bei Kleinflugzeugen komplett ausgefahren sein. In der Platzrunde kann ich dir als Segelfugpilot ans Herz legen, mit ca. 1000-1500ft im Gegenanflug fliegen, dann wenn du den Platz 45Grad über deinen Schultern hast, solltest du in den Queranflug gehen und dann den Platz immer in Sicht halten und letztendlich in den Anflug gehen.

    LG Bela

    i7-7700k 4.20GHz

    GTX1070ti GIGABYTE

    Hyper X Fury 16gb

    msi Z270 pro

  • Einem Anfänger zu erklären, er soll das Flugzeug bei der Landung bis zur Überziehwarnung bringen ist in etwa so, als wenn der Fahrschüler jede Kurve so schnell fahren soll, bis die ESP oder ASR Kontrolle angeht. Bei der Überziehwarnung handelt es sich um ein System, dass vor einer kritischen Flugsituation warnt. Das heißt, bei einer Cessna befindest du dich 5 Kts über der Stall Geschwindigkeit.

    Beispiel: du fliegst mit einer Geschwindigkeit von 57 Kts auf einen Flugplatz zu und hast 7kts Gegenwind, bei etwa 20 Metern Höhe ebbt der Wind auf 2 Kts ab, dann hast du nur noch einen IAS von 52Kts, gerade mal 2Kts über der Stall-Geschwindigkeit. Wenn du nun noch die Steuerflächen bewegst, sinkt insgesamt der Auftrieb und du bist dabei vom Himmel zu fallen wie ein nasser Sack. Kalkuliere beim Landen genug Reserven ein, so 60 bis 65Kts und bringe das Flugzeug vernünftig auf den Boden, bis du ein gutes Gefühl dafür hast.

  • Aber... Higgy redet doch hier vom Aufsetzen und nicht davon, mit 50 kn anzufliegen. Du fliegst mit 65 kn (bei Higgy sogar großzügige 80) auf die Bahn und schwebst dann knapp über der Runway aus bis der Auftrieb weg ist und setzt dann auf - zum Einsteigen finde ich diesen Ansatz ganz praktisch zumal man dadurch auch gefühl für das Schwebeverhalten der Maschine entwickelt.

  • Ich bin kein Fluglehrer, Pilot oder Physiker. Aber, auch bei dir FlyAgi , stört mich der Satz, schweben solange bis der Auftrieb weg ist.


    Mal einfach gesagt, Auftrieb ergibt sich aus dem Flugzeugprofil, dem Gewicht und der Geschwindigkeit. Eine Landung ist ja immer ein kontrollierter Absturz. D.h., ich reduziere die Geschwindigkeit, der Auftrieb reicht nicht mehr um das Gewicht in der Luft zu halten. Jetzt kann man die Sinkrate beeinflussen, in dem man das Profil ( Klappen, Anstellwinkel) und die Geschwindigkeit ändert. Nach meinem Verständnis sinkt man im Final sagen wir mit 500ft pro Minute, zieht dann die Nase etwas an und landet mit irgendwas um die 100ft pro Minute. Das wiederum heißt, das Flugzeug erzeugt minimal weniger Auftrieb, als das es für das Gewicht braucht. Wenn jetzt bei der Landung irgendetwas unvorhergesehenes passiert, kann ich durch Gas geben und Nase etwas weiter anziehen relativ schnell wieder durchstarten, selbst wenn der Räder schon am Boden sind(vorausgesetzt man hat noch nicht gebremst). Der Auftrieb geht erst am Boden durch Bremsen verloren. Das ist für mich ein kontrollierter Absturz, also eine Landung.


    Wenn man nach eurem Dafürhalten handelt, dann kommt man , je näher man der Landebahn kommt, immer näher an den kritischen Bereich, den Strömungsabriss. Es darf nichts unvorhergesehenes passieren, der Wind darf sich nicht verändern, man darf keine Steuerflächenbefehle mehr eingeben, weil jede Lenkbewegungen lässt ja insgesamt den Auftrieb insgesamt sinken. Jetzt ist man also kurz vor dem Strömungsabriss und überzieht etwas, sodass man kurz wieder steigt, aber die Geschwindigkeit soweit abfällt, dass der Auftrieb sofort weg ist, dann fällt man einfach runter. Ebenso, man schwebt 10cm über dem Boden, und man sieht plötzlich einen Hund oder sowas, dann ist der Auftrieb schon weg, obwohl man noch in der Luft ist. Man kann nicht mehr reagieren, das empfinde ich nicht als sicheres Prozedere, das finde ich unkontrolliert.

  • Also zwei Dinge möchte ich hier mal noch anbringen, um das alles fachlich etwas gerade zu rücken...

    Einem Anfänger zu erklären, er soll das Flugzeug bei der Landung bis zur Überziehwarnung bringen ist in etwa so, als wenn der Fahrschüler jede Kurve so schnell fahren soll, bis die ESP oder ASR Kontrolle angeht. Bei der Überziehwarnung handelt es sich um ein System, dass vor einer kritischen Flugsituation warnt. Das heißt, bei einer Cessna befindest du dich 5 Kts über der Stall Geschwindigkeit.

    Ein Stall (Strömungsabriss) hat physikalisch rein gar nichts mit der (zu niedrigen) Geschwindigkeit zu tun. Die Strömung reißt immer nur dann ab, wenn für die aktuelle Geschwindigkeit, mit der die Fläche angeströmt wird, der Anstellwinkel der Tragfläche zu groß wird. Das heißt bei Flügen an der Geschwindigkeits-Untergrenze: Zur Not einfach am Yoke etwas nachdrücken, dann passiert nix...

    stört mich der Satz, schweben solange bis der Auftrieb weg ist.

    Auch das ist (zumindest bei Kleinflugzeugen) allerdings die ordentliche Art zu landen. Einen halben bis guten Meter über der Bahn ausschweben und dann die Strömung tot ziehen, bis sie abreißt...


    LG Sascha

  • Okay, danke für die Erklärung. Allerdings ist mir das bei zahlreichen "Mitflügen" in solchen Maschinen noch nie aufgefallen, dass es bei der Landung einen Warnton gab.


    Edit: ich habe gerade ein Video gefunden, bei dem das Geräusch klar zu vernehmen ist. Das habe ich aber zum ersten mal gehört oder gelesen dass das so gemacht wird. Kann man da schnell genug reagieren?


    Grüße Andreas

  • Gut, nur weil man das in der Flugschule so lernt, dass man das eigentlich so machen soll, heißt das nicht, dass das jeder dann auch später noch so macht, wenn er den Schein erstmal in der Tasche hat...

  • Man nimmt immer dann eine höhere Geschwindigkeit, wenn es z.B. böig ist, viel Seitenwind oder ähnliches passieren könnte. Ansonsten passt das mit dem Landen kurz vor der Stallspeed.

  • Der Auftrieb geht erst am Boden durch Bremsen verloren.

    Ich bin ja auch kein Fluglehrer oder so aber diese Methode kenne ich auch aus der Lektüre diverser Dokumente, Foren und Handbücher so gar nicht, das ist eher etwas, dass ich persönlich 'Gaming-Style-Approach' nenne und in meinen ersten Flugstunden FSX gemacht habe. Grundsätzlich heißt es in sämtlichen Quellen, die ich kenne, immer so langsam wie möglich aufesetzen und das bedeutet idealerweise bei Ströhmungsabriss. Das ganze Konzept des Flare vor dem Aufsetzen ist auch sinnfrei, wenn man die Maschine einfach auf den Boden fliegt und dann abbremst. Nebenbei hast du so sehr häufig das Problem, dass du letztlich mit zu viel Auftrieb runterkommst und beim Aufsetzen dann wieder abhebst bzw. zurückgeworfen wirst, was gar nicht gut ist


    Wenn man nach eurem Dafürhalten handelt, dann kommt man , je näher man der Landebahn kommt, immer näher an den kritischen Bereich, den Strömungsabriss.

    Nee, überhaupt nicht. So, wie Higgy das erklärt hat kommst du mit sage ich mal 65 kts rein bis über der Runway und bist dann auch auf passender Höhe, dann ziehst du leicht hoch, lässt den Auftrieb auslaufen und setzt dann auf.



    Ebenso, man schwebt 10cm über dem Boden, und man sieht plötzlich einen Hund oder sowas

    Dann musst du entscheiden ob du noch durchstarten kannst oder, so leid es mir tut, der Hund dran glauben muss. Selbst mit deiner Variante wäre das so, denn da setzt du auf und bremst dann, dann kommt der Hund, du bist aber nun schon zu langsam um abzuheben, hast keinen Auftrieb mehr aber die Karre rollt noch - gleiche Situation.



    Man kann nicht mehr reagieren, das empfinde ich nicht als sicheres Prozedere, das finde ich unkontrolliert.

    Wie gesagt, niemand hat behauptet, dass du mit Geschwindigkeit knapp über Ströhmungsabriss anfliegen sollst - lediglich aufsetzen, und dabei ist dann nichts unkontrolliert.



    Auch das ist (zumindest bei Kleinflugzeugen) allerdings die ordentliche Art zu landen. Einen halben bis guten Meter über der Bahn ausschweben und dann die Strömung tot ziehen, bis sie abreißt...

    Ja... genau so kenne ich das auch. Und gerade im X-Plane kriegst du Schnell Landebahn-Ping-Pong, wenn du das nicht so machst.



    Man nimmt immer dann eine höhere Geschwindigkeit, wenn es z.B. böig ist, viel Seitenwind oder ähnliches passieren könnte. Ansonsten passt das mit dem Landen kurz vor der Stallspeed.

    Gilt das auch für das Aufsetzen? Ich ging bisher davon aus, dass beim Anflug natürlich eine gewisse Reserve für den Windausgleich notwendig ist und daher die Anfluggeschwindigkeit höher ausfallen muss bei windigen Situationen, aber das Aufsetzen versuche ich dann trotzdem so langsam wie möglich.

  • Ja, so langsam wie möglich ist immer korrekt. Allerdings resultiert ein schnellere Anflug meist auch in einer höheren Aufsetzgeschwindigkeit. Du willst auf jeden Fall vermeiden, dass Dich der Wind irgendwo hinbläst und Du nichts mehr machen kannst. Und dann setzt Du eben auch etwas schneller auf. Es ist ja zudem eine gute Idee, nicht mit vollen Klappen zu landen, wenn es z.B. sehr windig ist. Daher hast Du sofort auch eine höhere Geschwindigkeit bis zum Aufsetzen.